Freilichtmuseum

Erweiterung



Topografische Setzung

Ein langer Baukörper liegt abgedreht zur Straße auf dem sanften Hügel und rechtwinklig zum natürlichen Geländeverlauf. Zwischen Neubau, Starkerer Stadel
und Straße spannt sich ein Raum auf. Dieser Bereich ist terrassenartig modelliert. Auf den einzelnen Niveaus befinden sich Biergarten, Zugang und Anlieferung.
Ein dem Straßengefälle folgender Fußgängerstreifen ermöglicht den Zugang zum Eingangsgebäude über die gesamte Länge der Parzelle. Zum Park hin liegt das Gebäude auf dem gewachsenen Terrain.

Alles unter einem Dach

Formal ist das Satteldach an die Dachtypen der umliegenden Höfe angelehnt. Inhaltlich vereint es die unterschiedlichen Nutzungen unter einem Dach, wie beim traditionellen Bauernhof. Daneben hat das Satteldach mit seiner starken Firstlinie eine klare Richtung, die dem langen Gebäude, seiner inneren Organisation und der Hauptbewegungsrichtung entspricht. Groβzügige Dachüberstände erzeugen Vorbereiche.

Schwerer Sockel / leichter Pavillon

Auf festem Sockel ist eine leichte Holzkonstruktion aus Stäben abgestellt. Durch Abstufungen reagiert der Sockel präzise auf das natürliche Gelände und schafft beidseitig unterschiedliche Situationen. Der Sockel wird zur neuen Topografie. Die Felder zwischen den Stäben sind je nach Bedarf mit Glas oder Holzpaneelen ausgefacht. Der Dachüberstand gewährt konstruktiven Holz- und Sonnenschutz.

Organisation

Alle Haupträume befinden sich auf dem Sockel (im hölzernen Pavillon), sämtliche Nebenräume im Sockel. Die drei Hauptbereiche Gastronomie, Foyer und Ausstellung sind der Länge nach aneinandergereiht und haben Sichtbezüge zueinander – Doppelgeschossige Gastronomie am einen, Ausstellung am andern Ende und Foyer in der Mitte als Verteiler. Niveausprünge werden über eine lange flache Treppe zum Park hin oder über innenliegende Erschließungsanlagen überwunden. Der ebenerdige Biergarten zwischen Neubau und Starkerer Stadel macht beide Gebäude zum Ensemble. Er bekommt Mittags- und Abendsonne. Eine Sitzstufentreppe zum Eingangsbereich hinauf kann als Tribüne für sommerliche Musikveranstaltungen im Freien genutzt werden.